06.03.2017

Der Meister wird so viel wert wie der Bachelor

Der Titel Ingenieurin bzw. Ingenieur wird aufgewertet. Änderungen im Ingenieurgesetz, die heute im Nationalrat bei den Abgeordneten breiten Konsens erzielten, ermöglichen nun eine Aufnahme der Standesbezeichnung in den entsprechenden europäischen Qualifikationsrahmen und sichern somit eine bessere internationale Vergleichbarkeit. Gegen die Vorlage stimmten lediglich die Grünen, die vor allem die nunmehrige Gleichstellung mit dem Bachelor kritisieren. Weitere Plenarbeschlüsse betrafen die Verlängerung der Geltung des Versorgungssicherungsgesetzes sowie EU-Anpassungen beim Mineralölrohstoffgesetz und beim Maschinen-Inverkehrbringungs- und Notifizierungsgesetz.

Ingenieurstitel wird europäisiert

Im Wesentlichen geht es beim Ingenieursgesetz um einheitliche Standards für die Beurteilung der zur Verleihung der Standesbezeichnung erforderlichen Praxis und die Schaffung eines diesbezüglichen Zertifizierungsverfahrens, das den Vorgaben des Österreichischen und des Europäischen Qualifikationsrahmens entspricht. Voraussetzung ist nun im Anschluss an die HTL-Matura eine dreijährige Berufspraxis und ein Gespräch mit zwei ExpertInnen aus dem Fach- und dem Universitätsbereich. Damit wird der Ingenieurtitel dem Bachelor gleichgestellt, was seine internationale Vergleichbarkeit erhöht.

Österreichische Meister und Ingenieure werden damit auf Stufe 6 mit Bachelor-Absolventen europaweit gleichgestellt.

Auf Stufe 4 sollen Lehrabschlüsse ex aequo mit der AHS-Matura kommen, auf Stufe 5 die HTL-Matura.

Aufgrund der Vielzahl an Anfragen zu diesem Thema stellen wir einen Link mit FAQ's zum Thema "Ingenieursgesetz 2017 NEU" bereit:

FAQs_Ingeneur-Titel_Qualifikationsbezeichnung_2017.pdf

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