Die Statuten der FGF

§ 1 Name des Vereines

Der Name des Vereines lautet „FREIE GEWERKSCHAFT DER FINANZ“. Die Kurzbezeichnung lautet „FGF“.

§ 2 Zweck des Vereines

1. Die freie Gewerkschaft der Finanz ist eine überparteiliche, nach demokratischen Grundsätzen organisierte Gewerkschaft innerhalb der „FREIE GEWERKSCHAFT ÖSTERREICHS" (FGÖ) in der sich alle Bediensteten der ÖSTERREICHISCHEN FINANZVERWALTUNG und des BMF zusammenschließen. Sie umfasst alle Arbeiter, Angestellten, öffentlich Bediensteten und alle in einem Lehr- oder Ausbildungsverhältnis stehenden Dienstnehmer, wie auch pensionierte und im Ruhestand befindliche Dienstnehmer des BMF sowie alle sonstigen Angehörigen der Finanzverwaltung.

2. Die freie Gewerkschaft der Finanz vertritt innerhalb der „Freie Gewerkschaft Österreichs" die beruflichen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Interessen des in Abs. 1 genannten Personenkreises. Ihr nicht auf Gewinn gerichteter Zweck ist die Sicherstellung: - bestmöglicher Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen, - gesellschaftspolitischer Anerkennung und Repräsentanz sowie - eines angemessenen Lebensstandards aller Bediensteten und ihrer Angehörigen.

§ 3 Erwerb und Beendigung der Mitgliedschaft

1. Es gibt nur ordentliche Mitglieder. Die Mitgliedschaft wird durch freiwillige Beitrittserklärung, worüber der Vorstand endgültig entscheidet, erworben. Die Aufnahme kann ohne Angaben von Gründen verweigert werden.

2. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod. Der Austritt kann dem Vorstand nur schriftlich mitgeteilt werden.

3. Die Mitgliedschaft kann insbesondere unabhängig von einer Mitgliedschaft bei anderen erlaubten Vereinigungen, Berufsvereinigungen oder politischen Parteien erworben werden.

§ 4 Sitz des Vereines

Die Freie Gewerkschaft der Finanz hat ihren Sitz in Wien.

§ 5 Räumlicher Wirkungsbereich

Der Tätigkeitsbereich erstreckt sich auf das Gebiet der Republik Österreich. Darüber hinaus können die Interessen der Mitglieder auch vor den Organen der Europäischen Union und internationalen Vereinigungen vertreten werden.

§ 6 Tätigkeiten zur Erreichung des Vereinszweckes

1. Der "Freie Gewerkschaft der Finanz" obliegt die Vorbereitung und Durchführung aller Maßnahmen, die geeignet sind die im § 2 genannten Interessen der Mitglieder zu vertreten.

2. Zur Erreichung der Ziele hat sie insbesondere folgende Aufgaben zu erfüllen:

     

    • Abschluss von Kollektiv-, Arbeitsverträgen

    • Mitzuwirken an Gesetzen, deren Regelungsgegenstand die Interessen der Mitglieder berührt. - Unterstützung der Personalvertreter und Vertrauenspersonen sowie Betriebsräte.

    • Schaffung von Bildungseinrichtungen zur Aus- und Weiterbildung von Mitgliedern, Funktionären und Abhaltung von Bildungsveranstaltungen.

    • Schulung von Personalvertretern und Vertrauenspersonen sowie Betriebsräten.

    • Entsendung von Vertretern der Bediensteten in öffentliche Gremien.

    • Gewährung von Rechtsberatung und Rechtsschutz für alle sich aus dem Arbeits- oder Dienstverhältnis ergebenden Streitfälle, einschließlich der Vertretung vor Gerichten und Behörden, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen im Rahmen der „Freie Gewerkschaft der Finanz".

    • Die Vorbereitung und Unterstützung von gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen.

    • Die Durchsetzung von Rechten der Mitglieder vor nationalen, supranationalen und internationalen Gerichten und sonstigen Gremien.

    • Die Mittel zur Erfüllung der Aufgaben der Fachgewerkschaft werden durch die Beiträge der Mitglieder, Spenden und sonstige Erträgnisse erzielt.

     

§ 7 Organe des Vereines

Organe der Freie Gewerkschaft der Finanz sind:

  • die Mitgliederversammlung
  • der Vorstand
  • das Präsidium
  • der Präsident
  • die Rechnungsprüfer
  • das Schiedsgericht

§ 8 Die Mitgliederversammlung

Die ordentliche Mitgliederversammlung findet alle 5 Jahre innerhalb von drei Monaten nach Beginn des Kalenderjahres statt.

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung hat auf Beschluss des Vorstandes oder der ordentlichen Mitgliederversammlung auf schriftlich begründetem Antrag von mindestens einem Drittel der Mitglieder oder auf Verlangen der Rechnungsprüfer binnen vier Wochen stattzufinden.

Sowohl zu den ordentlichen wie auch zu den außerordentlichen Mitgliederversammlungen sind alle Mitglieder mindestens zwei Wochen vor dem Termin schriftlich einzuladen. Die Anberaumung der Mitgliederversammlung hat unter Angabe der Tagesordnung zu erfolgen. Die Einberufung erfolgt durch den Präsidenten.

Anträge zur Mitgliederversammlung sind mindestens fünf Tage vor dem Termin der Mitgliederversammlung beim Präsidenten schriftlich einzureichen.

Gültige Beschlüsse - ausgenommen solche über einen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung - können nur zur Tagesordnung gefasst werden.

Bei der Mitgliederversammlung sind alle Mitglieder teilnahme- und stimmberechtigt. Jedes Mitglied hat eine Stimme.

Die Mitgliederversammlung ist bei Anwesenheit zumindest der Hälfte aller stimmberechtigten Mitglieder beschlussfähig. Ist die Mitgliederversammlung zur festgesetzten Stunde, welche in der Einladung bekannt zu geben ist, nicht beschlussfähig, so findet die Mitgliederversammlung dreißig Minuten später mit derselben Tagesordnung statt, die ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienen beschlussfähig ist.

Die Wahlen und die Beschlussfassungen in der Mitgliederversammlung erfolgen in der Regel mit einfacher Stimmenmehrheit. Beschlüsse mit denen das Statut der Gewerkschaft geändert oder die Gewerkschaft aufgelöst werden soll, bedürfen jedoch einer qualifizierten Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen.

Den Vorsitz in der Mitgliederversammlung führt der Präsident, in dessen Verhinderung sein erster Stellvertreter. Wenn auch dieser verhindert ist, so führt sein zweiter Stellvertreter den Vorsitz. Sollte auch dieser verhindert sein, führt das an Jahren älteste Vorstandsmitglied den Vorsitz.

§ 9 Aufgabenkreis der Mitgliederversammlung

Der Mitgliederversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:

  • Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichtes und des Rechnungsabschlusses;

  • Beschlussfassung über den Voranschlag;

  • Bestellung und Enthebung der Mitglieder des Vorstandes und der Rechnungsprüfer;

  • Festsetzung der Höhe des Mitgliedsbeitrages über den von der FGF hinaus;

  • Entscheidung über Berufung gegen Ausschlüsse von der Mitgliedschaft;

  • Beschlussfassung über Statutenänderung und die freiwillige Auflösung der Gewerkschaft;

  • Beratung und Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung stehende Fragen.

§ 9a Das Präsidium

Dem Präsidium gehören an:

  • der Präsident

  • die Stellvertreter des Präsidenten

  • der Referent für Strategie & Schulung

  • der Referent für Rechtswesen

  • dem Schriftführer

§ 9b Aufgaben des Präsidiums

Dem Präsidium gehören obliegt die Entscheidung in Angelegenheiten der laufenden Verwaltung, die Entscheidung in Angelegenheiten, die ihm vom Vorstand ausdrücklich übertragen wurden und die Entscheidung in unaufschiebbaren Angelegenheiten, wenn eine rechtzeitige Befassung des Vorstandes nicht möglich ist.

Das Präsidium, wird vom Präsidenten und in dessen Verhinderung, von seinen Stellvertretern schriftlich oder mündlich einberufen. Das Präsidium ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und mindestens die Hälfte von ihnen anwesend ist. Das Präsidium fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Den Vorsitz führt der Präsident, bei Verhinderung dessen Stellvertreter. Sind auch diese verhindert, obliegt der Vorsitz dem an Jahren ältesten anwesenden Präsidiumsmitglied.

§ 10 Der Vorstand

Der Vorstand besteht aus:

  • Den Mitgliedern des Präsidiums

  • Den Präsidenten der Teilgewerkschaften

  • Dem Finanzreferenten

  • Den Fachreferenten

  • Den Stellvertretern

    Jedoch mindestens 4 Mitgliedern und zwar aus dem Präsident, seinem Stellvertreter, dem Schriftführer, dem Finanzreferenten.

Der Vorstand, der von der Mitgliederversammlung gewählt wird (Ausgenommen die Präsidenten der Teilgewerkschaften), hat bei Ausscheiden eines gewählten Mitgliedes das Recht, an seine Stelle ein anderes wählbares Mitglied zu kooptieren, wozu die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Mitgliederversammlung einzuholen ist. Die Funktionsdauer des Vorstandes beträgt 5 Jahre, wobei sie auf jeden Fall bis zur Wahl eines neuen Vorstandes währt. Ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sind wieder wählbar.

Der Vorstand wird vom Präsidenten und in dessen Verhinderung, von seinem Stellvertreter schriftlich oder mündlich einberufen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und mindestens die Hälfte von ihnen anwesend ist. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Den Vorsitz führt der Präsident, bei Verhinderung sein Stellvertreter. Sind auch diese verhindert, obliegt der Vorsitz dem an Jahren ältesten anwesenden Vorstandsmitglied.

Außer durch Tod und Ablauf der Funktionsperiode erlischt die Funktion eines Vorstandsmitgliedes durch Enthebung oder Rücktritt. Die Mitgliederversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand entheben. Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an den Vorstand, im Falle des Rücktrittes des gesamten Vorstandes, an die Mitgliederversammlung, zu richten. Der Rücktritt wird erst mit Wahl bzw. Kooptierung eines Nachfolgers wirksam.

§ 11 Aufgabenkreis des Vorstandes

Dem Vorstand obliegt die Leitung der Freie Gewerkschaft der Finanz. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:

1. Erstellung des Jahresvoranschlages, sowie Abfassung des Rechenschaftsberichtes und des Rechnungsabschlusses;

2. Vorbereitung der Mitgliederversammlung;

3. Einberufung der ordentlichen und der außerordentlichen Mitgliederversammlungen;

4. Information der Mitglieder über Tätigkeit und finanzielle Gebarung des Vereines in

der Mitgliederversammlung;

5. Verwaltung des Vereinsvermögens;

6. Aufnahme, Streichung und Ausschluss von Vereinsmitgliedern;

7. Aufnahme und Kündigung von Angestellten des Vereines.

8. Festsetzung der Höhe des Mitgliedsbeitrages

 

§ 12 Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder

Die "Freie Gewerkschaft der Finanz" wird durch den Präsident, insbesondere nach außen, gegenüber Behörden und Dritten vertreten. Ihm obliegt die Einberufung der ordentlichen und der außerordentlichen Mitgliederversammlungen; Bei Gefahr im Verzug ist der Präsident berechtigt, auch in Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der Mitgliederversammlung oder des Vorstandes fallen, unter eigener Verantwortung selbständige Anordnungen zu treffen; diese bedürfen jedoch der nachträglichen Genehmigung durch das zuständige Organ. Der Schriftführer hat den Präsident bei der Führung der Geschäfte zu unterstützen, ihm obliegt insbesondere die Führung der Protokolle der Mitgliederversammlung, des Vorstandes und des Präsidiums.

Der Finanzreferent ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung der „Freie Gewerkschaft der Finanz" verantwortlich.

Schriftliche Ausfertigungen und Bekanntmachungen der „Freie Gewerkschaft der Finanz", insbesondere die „Freie Gewerkschaft der Finanz" verpflichtende Urkunden, sind vom Präsident und dem Schriftführer, sofern sie jedoch Geldangelegenheiten sind, vom Präsident und vom Kassier gemeinsam zu unterfertigen. Im Falle der Verhinderung fällt an die Stelle des Präsidenten, des Schriftführers und des Kassiers deren Stellvertreter.

§ 13 Rechnungsprüfer

Die zwei Rechnungsprüfer werden von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von 5 Jahren gewählt. Die Wiederwahl ist möglich. Den Rechnungsprüfern obliegen die laufende Geschäftskontrolle und die Überprüfung des jährlichen Rechnungsabschlusses. Sie haben der Mitgliederversammlung über das Ergebnis der Überprüfung zu berichten. Die Funktionsdauer der Rechnungsprüfer währt jedenfalls bis zur Wahl der neuen Rechnungsprüfer. Die Rechnungsprüfer fassen ihre Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit. Die Mitgliederversammlung kann jederzeit alle oder einzelne Rechnungsprüfer entheben. Die Rechnungsprüfer können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an den Vorstand zu richten. Der Rücktritt wird erst mit Wahl der Nachfolger wirksam.

§ 14 Organisatorische Gliederung

1. Innerhalb der "Freie Gewerkschaft der Finanz" können nach Erfordernis für die einzelnen Besoldungsgruppen oder Verwendungsgruppen Untergliederungen (Teil-Gewerkschaften) geschaffen werden, denen für ihren Wirkungsbereich Sitz und Stimme in der Freie Gewerkschaft der Finanz zustehen.

2. Über dieses Erfordernis entscheidet der Vorstand der "Freie Gewerkschaft der Finanz" im Einvernehmen mit den Vertretern der betroffenen Besoldungsgruppen oder Verwendungsgruppen.

 

§ 15 Rechte und Pflichten der Mitglieder

1. Alle Mitglieder sind berechtigt nach Maßgabe der vorhandenen Möglichkeiten die Einrichtungen und Leistungen der "Freie Gewerkschaft der Finanz" in Anspruch zu nehmen.

2. Das Stimmrecht in der Mitgliederversammlung steht jenen Mitgliedern zu, die ihren Mitgliedsbeitrag vollzählig entrichtet haben.

3. Die Mitglieder sind verpflichtet, die Arbeit der "Freie Gewerkschaft der Finanz" zu unterstützen und alles zu unterlassen, was dem Ansehen der Gewerkschaft Schaden zufügen kann.

4. Die Mitglieder sind verpflichtet, den Mitgliedsbeitrag gemäß den Beschlüssen der Mitgliederversammlung regelmäßig, durch Abbuchung, zu entrichten

§ 16 Schlichtung von Streitigkeiten

1. Über Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Mitgliedschaft entscheidet ein Schiedsgericht.

2. Das Schiedsgericht besteht aus drei Mitgliedern. Es wird derart gebildet, dass jeder Streitteil innerhalb von zwei Wochen dem Vorstand ein Mitglied als Schiedsrichter namhaft macht. Diese wählen einen Vorsitzenden des Schiedsgerichts aus den weiteren Mitgliedern der Gewerkschaft, dabei ist eine Wahl für ein Vorstandsmitglied ausgeschlossen.

3. Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidung bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit, wobei es nach bestem Wissen und Gewissen entscheidet und seine Entscheidungen gewerkschaftsintern endgültig sind.

§ 17 Auflösung der "Freie Gewerkschaft der Finanz"

Die freiwillige Auflösung der „Freie Gewerkschaft der Finanz" kann nur mit einer Zweidrittelmehrheit der gültig abgegebenen Stimmen der Gewerkschaftsmitglieder bei einer zu diesem Zwecke einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen werden. Der letzte Vorstand hat die freiwillige Auflösung der „Freie Gewerkschaft der Finanz" der „FREIE GEWERKSCHAFT ÖSTERREICHS" schriftlich anzuzeigen. Das im Falle der Auflösung allenfalls vorhandene Vermögen ist ausschließlich und zur Gänze für die der „FREIE GEWERKSCHAFT ÖSTERREICHS" zu verwenden.