Die Geschichte der Gewerkschaften

Mit Volldampf voran....

Gewerkschaften haben ihre Wurzeln in den europäischen Arbeiterbewegungen während der 1. Republik und setzten sich für höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Mitbestimmung, für Arbeitszeitverkürzung aber auch für Gesellschaftsveränderungen ein.

1945 wurde der Österreichische Gewerkschaftsbund gegründet. Das Vereinsziel war die überparteiliche Interessensvertretung aller Arbeitnehmer. Eine ganz wichtige Aufgabe in der Nachkriegszeit und während des wirtschaftlichen Aufschwunges.

Die Industrialisierung, wirtschaftliche Globalisierung aber auch das Angebot an Arbeitskräften aus den Billiglohnländern und die politische Veränderungen (EU) zwingen zu einer immer schnelleren und flexibleren Anpassung. Der Österreichische Gewerkschaftsbund hat das verschlafen und hat sich zu einem trägen und handlungsunfähigen Kolos entwickelt, der am meisten mit sich selbst beschäftigt ist. Ein Skandal folgte dem Anderen - KONSUM-PLEITE (alles wurde verscherbelt), SEMPERIT (Gewinnmaximierung - Auslagerung ins Ausland), VÖEST (tausende Entlassungen trotz Milliarden Zuschüssen des Staates), ÖMV (tausende Arbeitsplätze ausgebaut trotz Preisregelung am Benzinmarkt) usw. ... bis schließlich im Jahr 2000 die Milliarden Karibik Spekulationen beinahe zum Konkurs führte. 1960 hatte der ÖGB einen gewerkschaftlichen Organisationsgrad von ca. 57,8 %, 1980 lag dieser noch bei 50,8 % 2000 lag dieser nur mehr bei 35,3 % - bis dato fallend!

Die Gründung der FGÖ

Lichtblick am Ende des Tunnels

1998 - nach einer mehr als einjährigen Verhandlungsphase, in der wir versucht haben innerhalb des ÖGB Änderungen herbei zu führen, wurde schließlich die Monopolstellung des ÖGB mit der Gründung der Freien Gewerkschaft Österreichs (FGÖ) gebrochen. Diese Gründung wurde hauptsächlich angestrebt, weil sich der "überparteiliche?" ÖGB weigerte neben den Sozialisten, den Christdemokraten und den Kommunisten auch die „Freiheitlichen“ als Fraktion anzuerkennen.

Was uns ein Anliegen ist

Neben einer zeitgemäßen Arbeitnehmervertretung, die beruflichen wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und gesundheitlichen Interessen aller Arbeitnehmer zu wahren und zu fördern, wollen wir auch bei der Bewältigung der gesellschaftlichen Veränderung mitwirken.

Die FGÖ ist eine überparteiliche Interessensvertretung unselbständiger Erwerbstätiger. Die FGÖ und ihre Fachgewerkschaften vertreten aber nicht nur die Interessen aller Arbeitnehmer gegenüber Arbeitgeber, Staat und Parteien, sondern kümmert sich auch um die Anliegen aller Gesellschaftsgruppen und -schichten.

Wie wir uns organisiert haben

Die FGÖ ist ein Dachverband (Verein), indem jedes Mitglied und jeder Funktionär eine tragende Säule bildet. In der FGÖ haben sich Berufs- und Interessengruppen zu Fachgewerkschaften (z.B. Exekutive, Bundesheer) und Fachbereiche (z.B. Jugend, Senioren, Frauen) zusammengeschlossen. In jeder Berufs- und Interessens-gruppe finden sich gleichgesinnte unter einer Fraktion wieder.